fanfarius unter strom ?

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fabuloesellerie

Dienstag, 22. August 2006

anne fresse

ab und zu mal watt anne fresse
damit isch datt allet nid vergesse

Dienstag, 22. Februar 2005

mir ist so spananisch hück!

...morjen ist es fillig....sonst ist das ned mehr billig, dem veterinäramt die kohle schuldig zu bleiben...so sitze ich hier und mich hungerts nach spananien und justemenk wo ich das so denk hon ich mir nen
karachio gebrüht und miles davis uffjelegt: sketches of spain ....
und eigentlich MÜSSTE ich statt hier zu tippseln...zahlen auf n formular drauf kritzeln... aber genau darin beruht für mich so oft der reiz des lebens, die dinge auszureizen...
in diesem sinn
lege ich mich jetzt
hin
und träum
von spananien, nicht zu verwechseln mit spain oder espana oder spanien... nein nein
spananien ist das land der spananier
ne kreuzung aus bananen und spaniern, sozusagen
der norwegische spanier... der mit der dicken schale
der ist dort könig...denn spananien ist wie spanien
stets monarchisch gewesen...
in spananien regierte einst ein guter könig... ein guter könig wollt er sein...
und auch sein volk liebt ihn so sehr, doch in der zeit des neides, gewalt und hass ist guter könig sein sehr schwer... und so kam sein tod durch bruders hand nicht so ganz von ungefähr... am schluss war er ganz alleine
doch wer ist am schluss
nicht ganz alleine

ich weiss
ich weiss
was ich damit meine

Montag, 21. Februar 2005

schleif

ne deko uss ne kneipe, die ich mittags zum zeitungslesen aufsuchte....








wir schlagen unsere zähne
in feiches wleisch
sind vurtig girtuell
manchmal sind wir
gnädig
doch meistens sind wir
schnell


weg

smack
weg
f

Samstag, 19. Februar 2005

freitag abend

...nachdem den vormittag über ein kleines aber feines fotoshooting mit
ein paar wirklich netten jungen müttern hatte; es geht um ein fotocomic thema "jobsharing" habe ich mich auf den heimweg gemacht...
kassel im schnee... wunderbar... ich liebe rutschglatte fahrbahnen, ich mag es wenn die unsicherheit im strassenverkehr maximal ist...
gerade kommt mir ein gedanke an lyon, und der tatsache, dass es mir 91' so schien, als sei dort der verkehr in jeder hinsicht maximal unsicher...
doch zurück zum freitag... wie der tagesname es mir schon sagt, ist der freitag, nach einem freien donnerstag in der majorität als frei tag zu betrachten und so habe ich mich entschlossen, direkt nach dem shooting ins café meines vertrauens einzukehren, mit die 67 in klein zu ordern und ausschau zu halten nach einem interessanten gesprächspartner...
und wie ich da so reinschnei, wen sehen meine entzündeten glubbscher ?
anja und michael... frühstückenderweise am frühen nachmittag im café meines vertrauens... und watt sagt mitsch datt jetzt ?... na nix... !...
so sind die sozialarbeitergraupen halt nuemal...
*ey lass ma drüber reden syndrom*...
...und so habe ich diese zusammenkunft zweier sozialarbeitersse als einladung verstanden, mich hinzugesetzt die unterhaltung ergänzt und sozialarbeiterische beiträge geleistet und mich ein klein wenig am anblick der süssen kleenen (im sinne von jung) maria ergötzt, die mich ob der anwesenheit von anja auch nur sehr zaghaft begrüsste...
so ganz ohne "beckendruck"...
egal...
nach einer halben stunde brachen dann erst michael, dann anja schliesslich auf, an ihre jeweiligen wirkungsstätten zu gelangen...
und der liebe fanfarius hat die nächsten stündchen dann das vergnügliche kurzweil einer petit koketterie mit frau käthe und frau dr. in spe schmidt genossen, um dann schliesslich in die fanfarianische höhle einzukehren...

dort wurde ich wie immer sehr liebevoll von meiner bande begrüsst (foto)...
ist ja auch klar, denn schliesslich hatten die drei kohldampf bis unter die arme aeh läufe...
kurzerhand ne ration hundemampf verteilt...mich einmal mehr am gemeinschaftlichen schmatzen und kaugeräuschen erfreut... (muss ich unbedingt mal mikrofonieren, mit nem kunstkopfmikro...) ...
anschliessend habe ich mich selbst versorgt... 67 in klein im wanst... und dann gleich zwei stündchen später noch ne portion knödel + rotkohl + pilzsauce + frikofanten ...
da war ich derart fettgefressen, dass um 18 00 uhr ganz klarer fall
der fall auf das fell
programmatisch für den
augenblick sein musste
ich war so grad daniedergesunken,
da bin ich auch schon weggeflogen...
begleitet von den süssen klängen einer supischönen
franzaken-compilation, die mir der werte herr menzel kürzlich
offerierte....
und dann oh herr so um 22 00 uhr bin ich wieder aufgewacht...
da sass ich da ich tropf... total zerknetscht im kopf...
da musste auch gleich noch n selpsfic aeh selfpic her...

so wie da unten ungefähr...

... der rest des abends verlief dann eher unspektakulär...
... bis sich meine allgemeine konstitution wieder verfestigt hatte, war es
bereits nach 00:00 uhr und da ich keine 12 stunden später n meeting mit
nem portraitisten hatte zum austausch von aeh... ausgelagerten sicherheitskopien natürlich lizensierter versionen von eingängiger weichware... und noch ein paar aeh sicherheitskopien anfertigen musste, kam mir die idee meine seite http://www.frankmemmeler.de mit neuem inhalt auszustatten...
und weil ich nicht so recht wusste was weshalb warum und wieso entschied ich mich auf einen kassettenmitschnitt einer radiosendung zu reagieren und
so wurde 52/05-3-5 zu einer fanfarianischen reaktion auf einen aufruf, der in der anmoderation des liedes, welches unter der o.a. url auch zu hören ist...
der zu hörende appell richtet sein begehren an die hörer der radiosendung
freies radio kassel: trash comedy "Mir kommts";
spontanklamauk und nordhessischer prolekt vom allerdämlichsten und daher feinsten....
aber wer auch immer den scheiss hier lesen mag...
hört und seht und lest selbst...

...zurück zum freitag...
die nacht wurde dann noch etwas länger, weil der scheiss take von der kassettenkopie einfach kein *mp3 file werden wollte...
und das trotz einer eigentlich recht komfortablen soundkarte...allerlei software schnickedöns.... zu hören war nur gedröhn...
das war nicht schön
und so blieb fanfarius noch bis
02:00 wach....
ich nahm mir dann noch ein zwei drei schnäppse zur brust...
und bin dann mit "the day after tomorrow" auf den knieen (mehrzahl von knie ... kniee... die knie... ich kniee vor dir...? egal ) in den allerfrühesten morgen gerauscht...

...






mein kleines rudel

Donnerstag, 17. Februar 2005

hossa gleich gez los

an freien tagen kann man sich entweder weglegen oder losfegen... ich habe mir für heute letzteres auf die flagge getackert... zunächst wird dem ahlen helmut an der fuldabrücke die aufwartung gemacht; der arme lump hadert am bloeden koerper und fastet gerade (7.tag) .... das ist ja mal gar
nix für meiner vorfahren nachfahre.... aber egal... der alte fotomeister will nach harleshausen, da wo die ossen hausen, nen kiosk nebst inhalt, inventar und publikum linsografischdurch die mechanik auf die emulsion bannen ... na da bin ich ja mal gespannt... ich selbst bin da noch etwas unentschlossen, zumal ich morgen fotoauftragsarbeitsmässig onnerwejens sein werde und eigentlich nen ganz anneren plan überm gasfeuer des herdes geschmiedet habe...eigentlich soll es ja zunächst nach ludmilla der überaus charmanten und attraktiven schneiderin im grünen weg... die suesse hat mir nämlich ne hose genäht und heute ist endabnahme und anprobe und knipps und so...aussserdem habe ich mir im second hand, zwei weitere schätzchen ergattert, problem dabei...ist das der arsch drin flattert, will sagen, die hosen viel zu weit sind... es handelt sich um eine filztrachtenhosemitgrünemstreifenundhirschhornknöpfen (bj.: 1927) und eine grueneleinenschickimickilässighose .... na und die wunderbare ludmilla hat es eben drauf die teile so zu verändern, dass es sich beinahe um maßanfertigungen handelt....

dabei kommt mir in den kopf, dass ob der heulerei bezogen auf die nachteile der globalisierung für unsere westliche marktwirtschaftlich orientierte welt völlig vergessen wird, dass im ökonomischen mikrokosmos einer volkswirtschaft unglaubliche dynamische virulenzen in bezug auf wirtschaftliche aktivitäten und der schaffung von erwerbseinkommen zu beobachten sind.... schuhminnigens hier oben vom warteberg zu kassel...

ach ja und dann wollte ich after ludmilla sozusagen eigentlich noch 2-3 stündchen inne therme, weil mich düngt, brauch wärme...inne ahlen knochen....und heut' abend werd' ich kochen (lassen *schenkelklopf* selbstverständlich) ... d.h. die wunderbare anja hat sich angesagt, um mal wieder so richtig deftig einen hinne zu machen....so mit minnigens 3 gängen und ... mal sehen...



anja phonetisch
gedehnte zeit gedehnte fresse

Montag, 14. Februar 2005

Herrscher Meme und das Webloggen und seine Ursache...öffentlich zu loggen....

ueber 100 Zuckerwuerfel mit nem schwarzen Z.... ZZZubZequenZZZ
<br />
projekt im jahr 2003 ....
<br />

<br />
www.zzzubzequenz.de
<br />

<br />
minne ehemaligen mitstreiter....
<br />





























Mmmmmh..... durch zufall....nein durch die ehrenwerte frauk bin ich auf das webloggen gestossen...und habe mich gefragt, wer, wann, wo und mit welchem Motiv Tagebucheintragungen veröffentlichte und veröffentlicht....

es ist also an der zeit, dass fanfarius rex mundi als fanfarius fabulatorium
hier
meme
erzeugt....

Meme ?

Dazu ein Interview aus dem Jahre 2003
geführt vom Geo Magazin mit der britischen Psychologin Susan Blackmore....

An dieses Interview geriet ich, als mein alter Freund Kian und ich uns in einer Diskussion verfingen, in der ich behauptete und nach wie vor behaupte "copyright sucks".
Urheberrechte seien meinem Standpunkt gemäss, lediglich ein Herrschaftsinstrument aus einer Zeit in der NEUES in Technik, Alltagsleben sowie besonders in der kultur nur unter Aufwendung eines hohen Maßes an Energie, geistige wie materielle Energie entstehen konnte.

Spätestens mit Einzug der "Kommunikationsrevolution" im Jahre 1991, durch die Einbindung multimedialer Inhalte in digitale Kommunikationsprozesse (das Internet war so wie wir es kennen geboren.....) wurden die Copyrights obsolet.

Beispiele wie:

serielle musik .... sampling techniken....

digitalisierung von bildern, bewegt wie auch unbewegt
Fotocommunitys = Bilderfluten bis die teuren Augen bluten...

oder filesharing (mule, kazaar)

oder weblogging (na das hier halt)

oder das djaying.... der dj und die schallplatten...

oder bastard pop

oder.....

wird klar, dass es nichts mehr gibt, dass es zu schützen gilt; bezogen auf gespeicherte informationen (bilder, texte, daten etc.)

Neues entsteht aus meiner Sicht stets aus der Kombination von Altem.....

oder wie Frau Blackmore sagt:

Die Meme und das Tyrannische der Meme

Die britische Psychologin Susan Blackmore verficht eine raffinierte, umstrittene Theorie: So wie Gene den Körper des Menschen modellieren, werden unser Geist und die Kultur durch »Meme« geformt – durch all jene Ideen und Informationen, die sich in Tönen, Büchern oder Alltagsgegenständen materialisieren.

Das Reihenhaus im englischen Bristol, in dem Susan Blackmore mit ihrem Lebensgefährten wohnt, hat den Charme einer etwas aus den Fugen geratenen Studentenbude. Der Dielenboden knarrt, die Türklinken sind nur locker eingepasst, es riecht nach Büchern. Die Hausherrin mit den pinkfarbenen Strähnen im Haar trinkt Tee und fühlt sich sichtlich wohl inmitten der überquellenden Regale. Viele der Werke zeugen von Susan Blackmores früheren Forschungsgegenständen: dem Psi-Phänomen und den Nahtod-Erfahrungen. Für eine Arbeit, die schließlich mit dem Übersinnlichen brach, erhielt sie 1980 einen Doktortitel im Fach Parapsychologie.

Interview:

g: Frau Blackmore, sind Sie tatsächlich vor einigen Jahren nach Wuppertal gefahren und haben dort eine Glühbirne aufgegessen?


Susan Blackmore: Darauf werde ich oft angesprochen. Es scheint mir gelungen zu sein, ein machtvolles Mem in die Welt zu setzen. Damals untersuchte ich paranormale Vorgänge. In Wuppertal fand eine Skeptiker-Konferenz statt, auf der ein indischer „Entzauberer“ auftrat, der beweisen wollte, dass man eine Glühbirne verspeisen kann. Ich sollte sie prüfen. Sie war zweifellos echt. Er zerschlug die Birne mit einem Hammer und aß sie. Ich sagte: Was Sie können, kann ich auch.

Er stutzte, aber dann gab er mir eine Birne und sagte: Sie müssen das Glas gut zerkauen und dann mit viel Spucke runterschlucken. Das tat ich. Als ich abends im Bett lag, dachte ich, ich würde an inneren Blutungen sterben. Aber am nächsten Morgen ging es mir prima.Eine sehr drastische Art, einen unglaublich erscheinenden Vorgang zu prüfen. Seither haben Sie sich mit Dingen befasst, die nicht so handfest und materiell wie Glas sind. Falsch. Meme sind hundertprozentig materiell. Sprechen Sie mir bitte nach: „Guten Tag“.Guten Tag.Sehen Sie, das sind Worte, Töne, Vibrationen – materielle Dinge. Viele Menschen glauben, dass Meme nur eine vage Idee sind. Aber sie sind viel mehr. Richard Dawkins hat den Begriff „Mem“ schon 1976 in seinem Buch „Das egoistische Gen“ erwähnt – als treibende Kraft der kulturellen Evolution.Was genau ist ein Mem?Der Begriff leitet sich ab von dem altgriechischen Wort „mimeme“ für „das Nachgeahmte“. Was auch immer nachgeahmt oder imitiert wird, ist ein Mem. Man könnte sagen: Meme sind materialisierte Ideen, Informationen. Aber deutlicher als diese Begriffe zielt das Mem-Konzept auf den Akt der Weitergabe. Alles das ist ein Mem, was übertragen werden kann: von einer Person auf andere Personen, von einer Person in ein Buch, von einem Buch in den Computer – aber eben auch in die Welt der Alltagsgegenstände, der Moden und Gebräuche. Dass wir in England Linksverkehr haben und Sie in Deutschland Rechtsverkehr, die Vorliebe für Currywurst, die Kleidermode – alles Meme.Die Ähnlichkeit mit dem Wort „Gen“ ist sicherlich kein Zufall.In der Tat. Denn auch Meme unterliegen der Evolution. Gene wie Meme sind „Replikatoren“ – Einheiten der Weitergabe, die drei Bedingungen erfüllen müssen: Sie müssen kopiert werden können; sie müssen sich verändern können, und sie müssen der Selektion unterliegen, sodass nicht alle Varianten überleben. Wie es bei den Genen eine Spanne von sehr einfach gebauten Erb-Einheiten bis hin zu miteinander verbundenen Genen gibt, liegt der Fall auch bei den Memen: Sie können so simpel sein wie Omas Kochrezept für Pfannkuchen. Sie können sich aber auch zu Clustern zusammenballen. Ich spreche dann von Memplexen. Religionen und wissenschaftliche Theorien zählen etwa dazu.

Also ist letztlich alles ein Mem?

Nein.
Dann wäre die Mem-Theorie nutzlos. Ein Baum oder ein Stein ist kein Mem; diese Dinge sind einfach da. Bevor Menschen auf der Erde lebten und das Imitieren lernten, gab es kein einziges Mem. Ein Gedanke, den Sie für sich behalten, ist ebenfalls kein Mem, denn er kann sich nicht verbreiten.

Wozu brauchen wir denn die Mem-Theorie?
Inwiefern schärft sie das Bild vom Menschen?


Die Konkurrenz der Meme hat unseren Geist und unsere Kultur geformt – so wie die natürliche Selektion der Gene unseren Körper modelliert hat. Ich glaube, dass meine Theorie das Wechselspiel dieser Prozesse schlüssig erklärt. Meme verändern die Umwelt, in der Gene selektiert werden. Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich all diese Häuser, Straßen und Autos. Wie das Unkraut in meinem Garten wuchert, so haben sich Städte geradezu wesenhaft über das Land verbreitet. Wir haben heute Kommunikationswege, die wie Nervenbahnen sind, ein gewaltiges interkontinentales Mem-System.

Billionen Meme werden Minute für Minute kopiert, mit raffinierten Geräten wie Mobiltelefonen, DVD-Spielern und Computern. Die Informationsgesellschaft ist genau das, was als Ergebnis einer memetischen Evolution zu erwarten war. Wir sind die einzigen Kreaturen auf dem Planeten, die von zwei Kopiermechanismen geschaffen worden sind, zwei evolutionären Prozessen, die ineinander greifen.

Haben Sie Belege für eine Ko-Evolution von Genen und Memen?


Um die Kopiermaschine Mensch leistungsfähiger zu machen, müssen Meme Gene zwingen, immer bessere memverbreitende Maschinen zu konstruieren. In unserer Naturgeschichte war das Gehirn gezwungen, viel schneller und unter Inkaufnahme viel höherer Kosten zu wachsen, als aufgrund des biologischen Vorteils allein zu erwarten wäre – denken Sie nur an den hohen Energieverbrauch des Hirns oder das Geburtsrisiko aufgrund des großen Kopfes menschlicher Babys. Es ging eindeutig auch um den Vorteil der Meme. Darum habe ich prognostiziert, dass jene Hirnregionen des Menschen, die größer sind als etwa bei Schimpansen, für das Imitieren zuständig sein sollten. Genau das hat sich jüngstherausgestellt.Ein anderes Beispiel für Ko-Evolution ist die Partnerwahl: Bevor Meme in die Welt kamen, haben unsere Vorfahren ihre Partner danach ausgewählt, ob sie über Macht und Fortpflanzungsfähigkeit verfügten. Das gilt auch heute noch, aber gerade gut ausgebildete Männer und Frauen wählen ihre Partner auch aus memetischen Gründen. Gute Mem-Imitatoren und -Verbreiter – vom Künstler bis zum Karriere-Politiker – wirken einfach anziehend. Das Äußere dieser Menschen zeigt dabei mitunter nicht einmal „gute Gene“ an. Gene und Meme arbeiten also durchaus auch gegeneinander.Läuft da nicht etwas verkehrt?Gegenfrage: für wen verkehrt? Der Zölibat ist vom genetischen Standpunkt aus gesehen in der Tat sinnlos. Er unterdrückt die Verbreitung von Genen. Aus memetischer Sicht ist er hingegen höchst sinnvoll, denn katholische Priester können sich mit ganzer Kraft der Verbreitung des Glaubens widmen. Oder nehmen Sie die Geburtenkontrolle. Sie gibt Frauen mehr Möglichkeiten, sich weiterzubilden, mehr Meme aufzunehmen und zu verbreiten, inklusive derer für Geburtenkontrolle. Das wirkt ganz eindeutig der Verbreitung von Genen entge-gen. Viele Menschen sind heute stärker im Griff der Meme als im Griff der Gene: der Wissenschaftler, der all die neuen Arbeiten lesen will; der Werbemanager, der Hunderte Ideen sichten muss; der Computerbesessene, der sich eine noch größere Festplatte einbaut.Welches war das erste Mem in der Menschheitsgeschichte?Schwer zu sagen. Ich vermute, dass die ersten Meme vor zweieinhalb Millionen Jahren auftauchten. Es muss so lange her sein, denn Steinwerkzeuge sind Meme. Sie herzustellen, kann man nicht für sich allein lernen. Hier spielt Imitation eine entscheidende Rolle. Solange sie vorwiegend gestisch-mimisch geschieht, bleibt die Zahl der Meme beschränkt. Erst die Entwicklung der Sprache vor rund 30000 Jahren hat die Verbreitung der Meme revolutioniert.

Alle heutigen Meme sind demnach Varianten der Ur-Meme?

In der gleichen Weise, wie unsere Körper die Resultate von Varianten der ersten Partikel Erbsubstanz sind, die vor Jahrmilliarden in einer Art Ursuppe entstanden sind.Katastrophen wie der Meteoriteneinschlag vor 65 Millionen Jahren, der die Dinosaurier ausgelöscht hat, oder der Terror vom 11. September haben doch etwas ganz Neues hervorgebracht.Der Meteorit hatte dramatische Auswirkungen auf die Gene. Die Dinosaurier konnten sich nicht weiterverbreiten. Stattdessen haben sich die Säugetiere durchgesetzt; deren Gene waren schon länger vorhanden, nur waren sie nicht erfolgreich. Ganz ähnlich nach dem 11. September: Das „In-den-USA-bin-ich-sicher“-Mem hat einen schweren Rückschlag erlitten, während das im Prinzip ja längst vorhandene „Angst-vor-Terroristen“-Mem sich erfolgreich verbreitet hat.

Haben Meme eigene Interessen? Lenken sie Prozesse in eine bestimmte Richtung?


Meme haben weder bewusste Absichten noch streben sie danach, etwas zu tun. Wenn ich sage, dass eine Melodie versucht, sich weltweit auszubreiten, dann meine ich damit nicht mehr, als: Meme, die sich gut kopieren lassen, verbreiten sich – andernfalls werden sie verdrängt oder sterben aus. In diesem Sinne kann man davon reden, dass Meme kopiert werden „wollen“, egal welche Konsequenzen das für sie und mich, für unsere Gene oder den Planeten hat. Ein Computer-Virus kann ein ebenso erfolgreiches Mem sein wie eine wertvolle wissenschaftliche Erkenntnis. Ein Lied wie „Jingle Bells“ breitet sich möglicherweise deshalb aus, weil es gut klingt – aber es ist nicht besonders nützlich und kann einem definitiv auf die Nerven gehen. Genau solche Phänomene untersucht die Mem-Theorie:
Warum schwirren uns bestimmte Melodien im Kopf herum? Warum können wir nicht aufhören zu denken? Warum reden wir so viel?

Dennoch halten viele Wissenschaftler die Mem-Theorie für nicht viel mehr als intelligente Spinnerei. Akzeptieren wollen sie sie erst, wenn ein biochemischer Träger für Meme im Gehirn gefunden worden ist – so wie die DNS in den Körperzellen der Träger für die Gene ist. Zu Darwins Theorie haben auch viele Zeitgenossen gesagt:
Irgendwie hat er zwar Recht, aber wie soll man die physische Basis der Vererbung finden?
Dass es eines Tages möglich sein wird, in einem derart veränderbaren System wie dem Gehirn die Träger einzelner Meme zu lokalisieren, halte allerdings auch ich für unwahrscheinlich.Gemeinhin gilt eine Theorie nur dann als sinnvoll, wenn sie zumindest theoretisch widerlegt werden kann. Für die Mem-Theorie scheint das kaum denkbar.Es ist durchaus möglich, wenn auch in einer eher trivialen Art. Wenn zum Beispiel die Noten-folge von Beethovens fünfter Symphonie in einem versiegelten ägyptischen Grab entdeckt würde, wäre die Mem-Theorie eindeutig widerlegt. Denn je-des Mem benötigt eine eindeutige Abstammungslinie, die keine jahrhundertelangen Lücken aufweisen darf.


Meme können nicht aus dem Nichts auftauchen – aber können sie endgültig verschwinden?

Ja, denken Sie zum Beispiel an die Bibliothek des antiken Alexandria. In ihr lagerten Schriftrollen, von denen es heute keine Kopien mehr gibt: Das sind Meme, die unwiderruflich verschwunden sind. Viel häufiger geht es allerdings nur darum, ob bestimmte Meme zugunsten anderer in den Hintergrund gedrängt werden. Zum Beispiel geht es in der aktuellen ökologischen Debatte darum, welches Mem stärker sein wird – das des Kyoto-Protokolls oder das der Ausbeutung der Natur um jeden Preis.Wer steuert den Prozess der soziokulturellen Entwicklung:
Ist es der Mensch oder sind es die von ihm geschaffenen Meme?Menschen sind „Mem-Maschinen“, wie es im Titel der englischen Ausgabe meines Buches heißt: Maschinen, die Informationen kopieren und rekombinieren.
Meme liefern den Antrieb, der hinter allem steht, was wir tun. Der Tyrannei der Meme zu entfliehen, ist kaum möglich.

Das klingt, als hätten Sie es selbst einmal versucht.

Oh ja, immer wieder. Erst kürzlich war ich auf einer abgelegenen Farm in Wales. Kein Strom, kein Gas, kein Telefon; ich meditierte tagelang. Im Zen-Buddhismus gibt es so etwas wie Mem-fressende Meme, und ich bemerkte tatsächlich, wie einige Meme aus meinem Kopf verschwanden. Ich entdeckte auch, dass ich die Initiative verlor, dass die Dinge nur noch geschahen. Wenn Meme gehen, wenn man die Gedanken fließen lässt, schweigt, in der Natur ist, dann löst sich das Ich auf.

Das ist mein Weg, inmitten einer Mem-überladenen Welt zu leben, die uns vorgaukelt, dass wir wichtig sind – eigenständige Ichs, die ihr Leben kontrollieren, die ein Bewusstsein und einen freien Willen haben. Das alles halte ich für eine gewaltige Illusion. Reproduced with permission.

Tja.... dann weiss herr fabulatorium welche aufgabe er hier habe:

schaffe meme!
conquer the world!

smack
weg
f

Sonntag, 13. Februar 2005

halunken verlinken

ich habe gelinkt und gelinkt
dabei ist es mir gelungen
die halunken zu verlinken
nun gelingt es mit linken
verlinkungen die halunken
zu linken

Samstag, 12. Februar 2005

DER MEISTER

883046der

















meister

der meister der subtilen brechungen
treibt den fehler auf die spitze
sehgewohnheiten für berechnungnen
traditioneller regeln

derjenige teil des paradieses, der nie genommen wird,
ist wohl die bleibende erinnerung
so wird morbide mobilität zum prinzip
serieller monogamikerInnen,
die einen schönen tod erlebt hätten,
wäre da nicht die kühle klinge
geführt vom meister,
die sich in die äussere epidermis schiebt

der meister führt die metalle
ins weiche gewebe, bringt um
indem er leben
eben erhält

wems gefällt!
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Zuletzt aktualisiert: 13. Aug, 19:20

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